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Formation Continue du Supérieur
9 février 2013

Frauen an der Uni: Die Professorin, das unbekannte Wesen

SPIEGEL ONLINEEin Gastbeitrag von Sigrid Nieberle. Heißt es Frau Professor oder Frau Professorin? Und warum kichern manche beim Wort Doktormutter? Weil Professorinnen in der Öffentlichkeit kaum vorkommen, in Zeitungen nicht, auch nicht in Büchern und im Kino. Mehr Zeit und Mühe tut Not - mit oder ohne Quote. Wie jeden Morgen schlurft sie im Cordkostüm den Institutsflur hinunter. Gestern ist es spät geworden: ein Gutachten, das Personalentwicklungskonzept, der One-Night-Stand mit dem karrieregeilen Studenten. Und noch der Gin Tonic, weil sich die Traurigkeit über die kaputte Ehe nicht länger wegdrücken ließ.
Stereotypenalarm? Klischees? Erinnert an Krimis wie "Wilsberg und der tote Professor"? Ist selbst in parodistischer Form für Wissenschaftlerinnen unzutreffend? Stimmt. Aber wie ist es wirklich?
Der Herr Professor ist eine Instanz, bekannt aus Film und Fernsehen, Fachartikeln und Presseberichten. Und das weibliche Pendant? Wie heißt es überhaupt richtig: Frau Professorin oder Frau Professor oder lässt man die Frau besser weg? Manche kichern sogar noch über den Begriff "Doktormutter".
Die Professorin hat keine repräsentative Ahnenreihe von Sokrates über Dr. Faustus bis Professor Higgins. Es haperte bekanntlich am gleichberechtigten Zugang zur akademischen Lehrbefugnis. Eine möglichst moderne Figur muss also her. Nur welche? Mehr...
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