http://www.epapercatalog.com/images/zeit-online-epaper.jpgEinige Universitätsbibliotheken verlinken ihre Onlinekataloge mit Amazon. Steckt dahinter ein fragwürdiges Geschäftsgebaren?
In Heidelberg gibt es neuerdings ein Problem. Und das Problem hört auf den Namen Heidi. So heißt der Onlinekatalog der Universitätsbibliothek in der badischen Studentenmetropole. Der weiteren Öffentlichkeit war er bislang unbekannt – bis der Heidelberger Germanist Roland Reuß in der FAZ seinem Unmut freien Lauf ließ. Unmut über Heidi oder besser gesagt: über das, was Heidi verbirgt. Denn hinter vielen bunten Buchcovers, mit denen Heidi die Literaturrecherche anreichert, versteckt sich ein Link, der direkt zum Onlinehändler Amazon führt. Reuß kritisierte die "altehrwürdige Bildungseinrichtung", deren Praxis "wie der Schlüssel ins Loch der amerikanischen Geschäftspolitik" passe. Zumindest indirekt macht er damit die Bibliothek mitverantwortlich für die Misere des Buchhandels. Mehr...