http://www.dgwf.net/img/DGWF_small.gifDie DGWF Jahrestagung 2012 zum Thema Wächst zusammen, was zusammen gehört? Wissenschaftliche Weiterbildung - berufsbegleitendes Studium - lebenslanges Lernen findet vom 12.-14. September an der Ludwig-Maximilians-Universität München statt. Eine Ausschreibung für Programmbeiträge (CfP) finden Sie hier. Die DGWF lobt für die Teilnahme von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern erneut drei Reisestipendien aus. Die Ausschreibung für die Stipendien finden Sie hier.
Folgt man Schuller, Schuetze und Istance, so stellt der Begriff „lebenslanges Lernen“ inzwischen „an all-encompassing concept“ dar. Die Frage, die sich daraus für Hochschulen ergibt, ist die nach der Bedeutung und den Konsequenzen für ihren Bereich. Was heißt „lebenslanges Lernen“ unter den Bedingungen des realen, des virtuellen und des rechtlich gefassten Hochschulalltags? Ist wissenschaftliche Weiterbildung und berufsbegleitendes Studium die angemessene Antwort auf die Herausforderungen des allumfassenden Konzepts? Welche weiteren Formate lebenslangen Lernens spielen an unseren Hochschulen eine Rolle oder sollen zukünftig eine Rolle spielen? Gibt es überzeugende Konzepte oder sogar eine vorzeigbare Praxis lebenslangen Lernens an den Hochschulen? Wie kann und sollte das Verhältnis von Erststudium, berufsbegleitendem Studium und weiterbildendem Studium gestaltet werden, auch unter den Bedingungen von Finanzierung, Deputatsregelungen und Kapazitätsrecht? Und schließlich: Welche Chancen bieten Konzepte des lebenslangen Lernens für eine (neuerliche) Verzahnung von Hochschulen und Weiterbildung, für die Gewinnung neuer Zielgruppen, die Flexibilisierung auch herkömmlicher Studienformate und für die Anerkennung vorgängigen Lernens?
Vor diesem Hintergrund sollen auf der Jahrestagung insbesondere die folgenden Aspekte und Diskurslinien des Themas im Mittelpunkt der Erörterungen stehen:
1- Beiträge aus der Forschung und Hochschulkonzepte lebenslangen Lernens

Hat sich die Weiterbildungsforschung mit dem Thema „Hochschule und lebenslanges Lernen“ befasst? Wenn ja, was waren die Forschungsfelder und welche Ergebnisse wurden dabei erzielt? Gibt es Hochschulen, die Konzepte lebenslangen Lernens entwickelt haben? Welcher Stellenwert ist dabei der wissenschaftlichen Weiterbildung und dem berufsbegleitenden Studium zugeordnet worden? Sind Konzepte oder Teilstücke davon bereits in die Praxis umgesetzt? Welche Herausforderungen mussten dabei bestanden, welche Lösungen erarbeitet werden?
2- Weiterbildendes (Master-)Studium und berufsbegleitendes (Fern-)Studium als Formate lebenslangen Lernens an Hochschulen
Welche Konzepte zu und Erfahrungen mit diesen Königsformaten der wissenschaftlichen Weiterbildung liegen vor? Welche Schwierigkeiten mussten überwunden werden, um Konzepte zu entwickeln und Studienangebote zu etablieren? Was können andere aus den Erfahrungen und (Zwischen-)Ergebnissen lernen? Wurden solche Studienangebote in Ansätze des lebenslangen Lernens an den Hochschulen eingebettet?
3- Alternative Konzepte und alternative Praxis lebenslangen Lernens an Hochschulen
Lassen sich alternative Konzepte und/oder eine alternative Praxis des lebenslangen Lernens an Hochschulen finden? Wodurch sind sie ggf. gekennzeichnet und worin besteht ihr Übertragungswert? Wie vertragen sich alternative Konzepte und alternative Praxis mit dem Hergebrachten, wo entstehen Konfliktlinien und wie können solche Konflikte gelöst werden?
4- Öffnung der Hochschulen durch Kooperation und Verzahnung
Kann die Funktion von Hochschulen, ein Ort lebenslangen Lernens zu sein, durch Kooperation und Verzahnung mit anderen Hochschulen, aber besonders mit außerhochschulischen Institutionen beflügelt werden? Kann dadurch das Lernen Älterer besonders gefördert werden? Welche Erfahrungen liegen auf diesem Feld vor, worauf muss geachtet werden? Bietet der Deutsche Qualifikationsrahmen (DQR) Ansatzpunkte für eine stärkere Integration von Kompetenzen, die außerhalb erworben wurden, in das Bewertungssystem der Hochschulen?
5- Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung bei wissenschaftlicher Weiterbildung und berufsbegleitendem Studium
Welche Rolle spielen Qualitätssicherungskonzepte bei den Formaten des lebenslangen Lernens an Hochschulen? Reichen bestehende Formen und Verfahren der Qualitätssicherung aus oder müssen innovative Konzepte ins Spiel gebracht werden? Wo sind bei der Qualitätssicherung die Partner, wo die Gegner zu finden und welche Wege des Umgangs haben sich bewährt?
Wir freuen uns über Ihre Beiträge zu einem der oben genannten Themenfelder. Gewünscht werden Präsentationen im Umfang von 15 bis 20 Minuten, die innovative Ansätze, Forschungs­ergebnisse, modellhafte Vorhaben (auch im Planungsstadium) oder reflektierte Praxis widerspiegeln. Die Beiträge müssen einen deutlichen und unmittelbaren Bezug zum Tagungsthema haben. Es ist wünschenswert, wenn Sie in Ihrem Beitrag die zu bearbeitenden Spannungsverhältnisse explizit herausarbeiten. Möglich sind auch ergänzende oder nur Poster zum Themenfeld, da eine parallele Poster-Ausstellung geplant ist.
Anmeldeschluss ist der 31. März 2012

Ihren Beitragsvorschlag in Form eines Abstracts, der den Umfang von 500 Wörtern nicht übersteigen sollte, und/oder Ihren Poster-Vorschlag senden Sie bitte per E-Mail an die Adresse beitraege-2012@dgwf.net.
Über die Aufnahme der Beiträge entscheidet die Programmkommission bis Ende April 2012. Alle angenommenen Beiträge werden in Kurzfassung den Tagungsunterlagen beigefügt. Die Referentinnen und Referenten müssen deshalb gewährleisten können, dass eine Kurzfassung (Abstract) ihres Beitrages im Umfang von zwei Seiten bis sechs Wochen vor Tagungsbeginn vorliegt. Darüber hinaus ist beabsichtigt, einen Tagungsband herauszugeben. Termin für die Abgabe der ausgearbeiteten Fassung der Beiträge ist der 31.10.2012.