05 novembre 2010

Wissenschaftliche Weiterbildung Älterer im Kontext von Zielvereinbarungen an Hochschulen

http://www.dgwf.net/img/DGWF_small.gifDie Jahrestagung der BAG WiWA zum Thema: "Wissenschaftliche Weiterbildung Älterer im Kontext von Zielvereinbarungen an Hochschulen" findet am 2. und 3. März 2011 an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz statt. Das Thema ist eine Weiterführung der auf der letzten Jahrestagung begonnen Diskussion zur Zukunft des Seniorenstudiums an deutschen Hochschulen.
Den Call for Papers sowie den ersten vorläufigen Programmentwurf finden Sie hier.
Die Jahrestagung der Bundesarbeitsgemeinschaft für wissenschaftliche Weiterbildung Älterer behandelt die Frage, welchen Einfluss die stärkere Öffnung der Hochschulen im Rahmen öffentlichkeitswirksamer Aktivitäten hat. Gab es früher an zahlreichen Hochschulen einen zentralen Bereich, der Aktivitäten dieser Art bündelte, etwa das Studium generale, so wird die Angebotspalette der Hochschulen in den letzten Jahren immer vielfältiger und hinsichtlich der Zielgruppen immer weiter (von der Kinderuni über das Schülerlabor hin zum berufsbegleitenden Studium, dem Seniorenstudium und dem Gasthörerstudium). Immer wieder bemühte Schlagwörter im Zusammenhang dieser Öffnung sind PUSH (Public Understanding of Sciene and Humanities) und PURE (Public Understanding of Research)sowie Service Learning (bürgerschaftliches Engagement der Hochschulangehörigen und Studierenden). Ein wesentlicher Grund für die Aktivitäten der Hochschulen ist die hohe PR-Wirksamkeit, die diesen Aktivitäten zugeschrieben wird.
Dabei ist die Öffnung der Hochschulen längst Realität und eine professionelle Ausrichtung und bewusste Akzeptanz dieser Zielgruppenerweiterung steht an. Die Einrichtungen, die sich um das Seniorenstudium an Hochschulen kümmern, sind bestens vertraut mit nicht-traditionellen Zielgruppen, nämlich den Älteren, und könn(t)en wertvolle Beiträge zu den aktuell anstehenden Herausforderungen liefern: Sie arbeiten professionell Zielgruppenanalysen aus, befassen sich tagtäglich mit Fragen der zielgruppengerechten Didaktik und Methodik sowie mit neuen Lernformen und –formaten. Der europaweit fest etablierte Begriff des Lifelong Learning sowie die zu diesem Thema aufgelegten EU-Forschungs- und Studienprogramme tragen eben dieser Tatsache Rechnung: dass eine Erweiterung der Zielgruppen an den Hochschulen längst stattgefunden hat und dass sie gesellschaftlich notwendig und begrüßenswert ist. Dieser Prozess der Neuorientierung der Hochschulen, der auch unter dem Konkurrenzdruck der Exzellenzinitiative angestoßen wurde, ist in vollem Gange. Das Seniorenstudium als Teil der Hochschule ist auch Teil dieses Reformprozesses.

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